Bread&Butter is coming home!
Im Januar diesen Jahres besuchten wir die Bread & Butter in Barcelona.
Eigentlich muß man zugeben, dass wir fast ausschließlich wegen der Stadt und nicht wegen der Messe dahin fuhren. Aber die Partymetropole ist an den Messetagen besonders prall gefüllt mit Partyhungrigen in absolut topmodischen Outfits gehüllten Gestalten .
Am ersten Tag hatten wir richtig Pech. Erst an der falschen Metro-Station ausgestiegen, ca. 5 km zur Messe gelaufen, weil wir dachten, dass es so weit nicht sein kann, und dann nicht auf die Bread & Butter gelassen wurden weil ich meinen Ausweis im Zimmer habe liegenlassen. Das war ein recht kurzer Messebesuch. Also machten wir uns den Rest des Tages auf Erkundungstour durch Barcelona.
Der zweite Tag war definitiv besser, vor allem weil wir eingelassen wurden. Gleich am Anfang begrüßten uns die, wie auch die Marken, aufgeblasenen Zelte von Christian Audigier, Ed Hardy, Smet und wie alle diese Marken noch heißen mögen. Man bekam das zu sehen, was man erwartete. Der gleiche Look wie immer. Wann lernen die denn mal dazu?
Weiter auf der Messe gab es die obligatorischen Taschen von Desigual, die sich in Deutschland immer noch als sehr nützliches Einkaufsutensil herausstellten. G-Star hatten wie immer ihr dickes Zelt aufgebaut. Auch da nichts neues. Ein tolles Event bot uns Converse an. Die hatten eine Motorradshow aufgebaut, die es in sich hatte. Artisten die die ganze Zeit senkrecht an der Wand im Kreis fuhren und Kunststücke vollführten. Sehr nett! Der Luna Park war eigentlich wie immer nur diesmal glaub ich noch etwas teurer (Currywurst mit Cola für ca. 7,- € ).
In den Hallen eigentlich das übliche Bild. Die großen Jeanshersteller wie Replay, Diesel, G-Star, Levis etc. lassen keinen rein. Ganz harte Tür! Ich möchte gern wissen warum die auf Messen gehen, wenn sie keine Neukunden akquirieren wollen. Das Geld für die protzigen Messestände könnten sie sich definitiv sparen.
Wir haben uns fast alles lediglich von außen angesehen. Man mußte echt ganz doll hinschauen um was neues zu erhaschen. Kleine Labels wie Betty Page erstaunten mich zum Beispiel. Sehr gut gefallen haben mir auch Famous Forever, Amplified, Iron Fist, Muchacho Malo. Abends waren natürlich überall Party angesagt. Ins Shoko sind wir nicht reingegangen. Erfahrungen aus dem vorangegangenen Sommer reichten uns völligst. Wenn man irgendwie Kontakt zu Locals bekommt und die einen ein paar Tips geben, dann wird es definitiv besser. Sehr zu Empfehlen ist die Absinth Bar westlich der Ramblas. Leider besitze ich Aufgrund des fortgeschrittenen Abends keine näheren Koordinaten. Es lohnt sich danach zu suchen.
Der dritte Tag war recht ähnlich. Müde vom Vorabend schlenderten wir recht lustlos durch die Hallen. Insgesamt ca. 3-4 Stunden. Herausgekommen ist dabei nichts. Wir waren kurz bei Evisu, die eine schöne Kollektion hatten. Leider für viele nicht erschwinglich bzw. nicht Wert. Aber ab und an muß man sich was gönnen. HipHop etc. hat uns gar nicht interessiert. Bei Schuhen geht der Trend eindeutig zu bunt, bunter am buntesten, was meinem persönlichen Geschmack sehr entgegenkommt. Zum Abschluß saßen wir nur so da, der Wind fegte ungewöhnlich hart an diesem Tag, und beobachteten die Messebesucher. Dabei wurden wir Augenzeuge eines kleinen, krass auf sein Schlagzeug einschlagenden Jungen. Nicht das es laut war, es war richtig gut. Begleitet von einem Kontrabass sorgte er für ein großes Menschenaufgebot vor dem Zelt von Asics. Ich muß sagen das war mit das Beste auf dieser Messe.
Abends natürlich wieder ins Nachtleben. Empfehlenswert ist Club Madame und Black Sheep aber in umgekehrter Reihenfolge.
Im Sommer müßen wir nicht so weit reisen (wie Schade), da die Messe nach Berlin, zurückkehrt kann man nicht sagen denn angefangen hat ja alles in Köln, wiederkommt. Dieses Mal im Alten Flughafen Tempelhof. Wir dürfen gespannt sein welch Spektakel für uns reserviert wird. Außerdem ist Berlin nicht viel schlechter als Barcelona, abgesehen vom Meer, dem Essen, den freundlichen Menschen und dem guten Wetter. Bier und günstig ist das Zauberwort.
Bis dahin alles Gute
Richard

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